Der Drohnenvorfall am Flughafen Leipzig/Halle am 05.08.2026 hätte dramatisch enden können. Nach Informationen von WDR, NDR und SZ war eine ukrainische Frachtmaschine, neben der eine Sprengstoff-Drohne entdeckt wurde, am Vortag noch mit Munition beladen.
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt spricht von einer "neuen Gefahrenqualität" und einem "hybriden Anschlagsszenario": In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch wurde am Flughafen Leipzig/Halle eine Drohne gefunden, an der ein Sprengsatz befestigt war. Untersuchungen der Kriminaltechnik ergaben, dass es sich offenbar um hochexplosiven Sprengstoff handelte, wie ihn das Militär verwendet.
Wer steckt hinter dem Anschlagsversuch am Flughafen Leipzig/Halle? Die Bundesregierung will am 01.09.2026 bekanntgeben, wen sie dafür verantwortlich macht. Mehrere Medien berichten, dass es Hinweise auf eine russische Urheberschaft gebe.
Der Urheber des versuchten Drohnenanschlags am Flughafen Leipzig/Halle ist weiter unklar. Doch laut Medienberichten vermutet die Bundesregierung Russland hinter der Attacke. Dies erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters aus Sicherheitskreisen. Der Spiegel berichtet, dass die Bundesregierung den russischen Geheimdienst für den Zwischenfall Anfang August verantwortlich mache. Auch die Bild-Zeitung berichtet mit Verweis auf Sicherheitskreise, dass die Spur des Vorfalls "mutmaßlich zu einem russischen Geheimdienst" führe.
Außenminister Johann Wadephul hatte bereits eine ausgewogene und überlegte Reaktion angekündigt. "Von unserer Seite gibt es keine Überreaktionen, aber Reaktionen, wenn wir angegriffen werden", sagte der CDU-Politiker. Deutschland lasse sich in keiner Weise einschüchtern - "das wird auch weiterhin die Grundeinstellung unserer Politik sein." Er kündigte im Morgenmagazin von ARD und ZDF eine konsequente Antwort der Bundesregierung an.
Am späten Nachmittag um 17:30 Uhr will er sich gemeinsam mit Bundesinnenminister Alexander Dobrindt zur Reaktion Deutschlands auf den versuchten Drohnen-Anschlag äußern. Das kündigte das Bundesinnenministerium in Berlin an. Das ARD-Hauptstadtstudio erfuhr aus Delegationskreisen, dass Wadephul am späten Nachmittag seine Weiterreise zum EU-Außenministertreffen in Irland für ein dringendes Treffen mit Dobrindt unterbrechen werde.